Schauspiel

Vomperloch

Uraufführung / Premiere am 07.10.2018

Kammerspiele

Stück von Felix Mitterer

Die Entstehung dieses Auftragswerkes wurde unterstützt von Land Tirol und Stadt Innsbruck.

 

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Inhalt

„Im Vomperloch, einem abgeschiedenen und unzugänglichen Seitental des Tiroler Karwendelgebirges, bestand zwischen Sommer 1943 und Kriegsende ein Deserteurslager, das überwiegend von einheimischen Wehrmachtssoldaten als Zufluchtsort nach der Desertion genutzt wurde. Die Angst vor Entdeckung, vor Verrat, vor dem Einschleusen eines Spitzels, die furchtbar kalten und dunklen Winter, der oftmalige Nahrungsmangel sowie das zwangsweise Ausharren auf engstem Raum, all das machte das Leben nahezu unerträglich und führte zu qualvollen Auseinandersetzungen. Desertion galt damals als Schande, galt auch nach dem Krieg als Schande, wird immer mit Schande behaftet sein. Ich habe dieses Stück mit der Intention geschrieben, die damaligen, heutigen und zukünftigen Deserteure von dieser Schande zu erlösen. Es wird mir nicht gelingen, aber einen Versuch ist es wert.“ So äußert sich Felix Mitterer zu Vomperloch, seinem Auftragswerk für das Tiroler Landestheater zur Eröffnung der neuen Kammerspiele im Haus der Musik Innsbruck. Es ist nach Märzengrund und Galapagos das dritte Theaterstück seiner Trilogie über Menschen, die sich von der Gemeinschaft zurückgezogen haben.

Felix Mitterer wurde in Achenkirch als Sohn einer verwitweten Kleinbäuerin und eines unbekannten Vaters geboren, von einem Landarbeiterehepaar adoptiert und wuchs in Kitzbühel und Kirchberg auf. Seit 1977 ist Felix Mitterer, der 2018 seinen 70. Geburtstag begeht, freischaffender Autor und wurde mit einer Vielzahl renommierter österreichischer und ausländischer Preise ausgezeichnet.

 

Felix Mitterer:
Es gibt keine bösen Menschen, es gibt nur Unglückliche.