Schauspiel

Radetzky­marsch

Premiere am 12.01.2019

Großes Haus

Schauspiel nach dem Roman von Joseph Roth . Bühnenfassung von Andreas Karlaganis und Ingo Berk

 

Öffentliche Probe am 04.01.2019
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Inhalt

Das Kaiserreich ist am Ende: Carl Joseph von Trotta führt ein Leben geprägt vom Militär und dessen Regeln. Doch diese scheinen ihren Sinn verloren zu haben. Er lebt in einer Welt, die unaufhaltsam auf den Untergang zusteuert, sich aber mechanisch immer weiter dreht. Und so macht auch er mechanisch weiter und weiter, ohne Sinn, ohne Glück. Zunächst dem Wunsch des Vaters folgend, wird er Soldat. Liebschaften mit verheirateten Frauen und die wenigen Freundschaften, die ihn begleiten, enden allesamt tragisch – größtenteils sogar tödlich. Mehr und mehr verfällt er dem Alkohol, verliert sein ganzes Geld. Und über allem thront das Bild des Großvaters, des Helden von Solferino, der einst im Krieg dem Kaiser das Leben gerettet hat und dadurch zum Helden wider Willen wurde.

In Joseph Roths großem, liebevoll-bitteren Roman herrscht eine ganz besondere Stimmung – zwischen Aufbruch und Abgesang, Festhalten und Loslassen. Seine Figuren spüren, wie die Idee und Kraft einer Ordnung, eines sicher geglaubten, scheinbar nie enden wollenden, behaglichen Systems verblasst. Aber sie stehen noch ohne Werkzeug da, um die neue Zeit mitgestalten zu können. So erscheinen sie wie gelähmt, unfähig, diese existentielle Veränderung für sich zu nutzen.

 

Carl Joseph von Trotta:
Vor allen anderen liebte er den Kaiser. Am besten starb man für ihn bei Militärmusik, am leichtesten beim Radetzkymarsch.

Besetzung

 Jan-Hinnerk Arnke (Franz von Trotta), Johann Nikolussi (Kaiser Franz Joseph), Phillip Henry Brehl (Carl Joseph von Trotta)

Foto Rupert Larl

 

 Jan-Hinnerk Arnke (Franz von Trotta), Johann Nikolussi (Kaiser Franz Joseph), Phillip Henry Brehl (Carl Joseph von Trotta)Foto Rupert Larl 

Raphael Kübler (Max Demant), Kristoffer Nowak (Rittmeister Taittinger), Phillip Henry Brehl (Carl Joseph von Trotta), Johannes Gabl (Graf Tattenbach), Jan Schreiber (Oberst Kovacs)

Foto Rupert Larl

Raphael Kübler (Max Demant), Kristoffer Nowak (Rittmeister Taittinger), Phillip Henry Brehl (Carl Joseph von Trotta), Johannes Gabl (Graf Tattenbach), Jan Schreiber (Oberst Kovacs)Foto Rupert Larl

Raphael Kübler (Graf Chojnicki), Kristoffer Nowak (Rittmeister Zschoch), Phillip Henry Brehl (Carl Joseph von Trotta), Ensemble

Foto Rupert Larl

Raphael Kübler (Graf Chojnicki), Kristoffer Nowak (Rittmeister Zschoch), Phillip Henry Brehl (Carl Joseph von Trotta), EnsembleFoto Rupert Larl

Hannah Condolini (Fräulein Hirschwitz), Jan-Hinnerk Arnke (Franz von Trotta), Phillip Henry Brehl (Carl Joseph von Trotta)

Foto Rupert Larl

Hannah Condolini (Fräulein Hirschwitz), Jan-Hinnerk Arnke (Franz von Trotta), Phillip Henry Brehl (Carl Joseph von Trotta)Foto Rupert Larl

Jan-Hinnerk Arnke (Franz von Trotta)

Foto Rupert Larl

Jan-Hinnerk Arnke (Franz von Trotta)Foto Rupert Larl

Margot Mayrhofer (Valerie von Taußig), Phillip Henry Brehl (Carl Joseph von Trotta)

Foto Rupert Larl

Margot Mayrhofer (Valerie von Taußig), Phillip Henry Brehl (Carl Joseph von Trotta)Foto Rupert Larl

Johann Nikolussi (Kaiser Franz Joseph)

Foto Rupert Larl

Johann Nikolussi (Kaiser Franz Joseph)Foto Rupert Larl

Johann Nikolussi (Diener Jacques), Jan-Hinnerk Arnke (Franz von Trotta)

Foto Rupert Larl

Johann Nikolussi (Diener Jacques), Jan-Hinnerk Arnke (Franz von Trotta)Foto Rupert Larl

Phillip Henry Brehl (Carl Joseph von Trotta)

Foto Rupert Larl

Phillip Henry Brehl (Carl Joseph von Trotta)Foto Rupert Larl

Johannes Gabl (Graf Tattenbach)

Foto Rupert Larl

Johannes Gabl (Graf Tattenbach)Foto Rupert Larl

Phillip Henry Brehl (Carl Joseph von Trotta), Stefan Riedl (Onufrij)

Foto Rupert Larl

Phillip Henry Brehl (Carl Joseph von Trotta), Stefan Riedl (Onufrij)Foto Rupert Larl

Phillip Henry Brehl (Carl Joseph von Trotta), Ensemble

Foto Rupert Larl

Phillip Henry Brehl (Carl Joseph von Trotta), EnsembleFoto Rupert Larl

Hannah Candolini (Die Nachtigall von Mariahilf)

Foto Rupert Larl

Hannah Candolini (Die Nachtigall von Mariahilf)Foto Rupert Larl

Phillip Henry Brehl (Carl Joseph von Trotta)

Foto Rupert Larl

Phillip Henry Brehl (Carl Joseph von Trotta)Foto Rupert Larl

Phillip Henry Brehl (Carl Joseph von Trotta)

Foto Rupert Larl

Phillip Henry Brehl (Carl Joseph von Trotta)Foto Rupert Larl

Phillip Henry Brehl (Carl Joseph von Trotta), Margot Mayrhofer (Valerie von Taußig)

Foto Rupert Larl

Phillip Henry Brehl (Carl Joseph von Trotta), Margot Mayrhofer (Valerie von Taußig)Foto Rupert Larl

Margot Mayrhofer (Valerie von Taußig), Jan Schreiber (Doktor Skowronnek), Phillip Henry Brehl (Carl Joseph von Trotta), Johann Nikolussi (Kaiser Franz Joseph), Hannah Candolini (Fräulein Hirschwitz), Raphael Kübler (Graf Chojnicki), Jan-Hinnerk Arnke (Franz von Trotta), Johannes Gabl (Wachtmeister Slama)

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Margot Mayrhofer (Valerie von Taußig), Jan Schreiber (Doktor Skowronnek), Phillip Henry Brehl (Carl Joseph von Trotta), Johann Nikolussi (Kaiser Franz Joseph), Hannah Candolini (Fräulein Hirschwitz), Raphael Kübler (Graf Chojnicki), Jan-Hinnerk Arnke (Franz von Trotta), Johannes Gabl (Wachtmeister Slama)c
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Pressestimmen

Tiroler Tageszeitung

Joseph Roths „Radetzkymarsch“ mit starkem Ensemble sehr literarisch auf die Bühne des Tiroler Landestheaters gebracht.
Dass Joseph Roths Roman auch szenisch fesselt, liegt an der Kunst des Autors, durch das Symptomatische der Österreichisch-Ungarischen Monarchie hindurch die Zeichen der Auflösung kenntlich zu machen sowie am Leading Team der Aufführung, das die literarische Vorlage präzise visualisiert.
Aktion, Emotion, Hintergrund, Semantik, viel liegt beim großartigen Ensemble. Der junge Philipp Henry Brehl ist in seiner zitternden Verlorenheit eine Idealbesetzung für Carl Joseph. Jan-Hinnerk Arnke steckt als Franz von Trotta fest im Reglement und hat dennoch Regungen für den Sohn. Johannes Nikolussi ist stark als Diener Jacques und schaute für den Kaiser genau aufs Vorbild.

Bezirksblätter

Mit dem Radetzkymarsch gelingt Philipp Jescheck und seinem Team ein großer Schauspielabend.
Es ist die tragische Unausweichlichkeit, die das Individuum an den gesellschaftlichen Zwängen wie am Weltgeschehen zerschellen lässt, die den Radetzkymarsch so eindringlich macht. Und genau diese fatale Ohnmacht ist auch in Philipp Jeschecks brillanter Inszenierung für das Große Haus in nahezu jeder Sequenz spürbar.
Mustergültig dabei auch Michele Lorenzinis Ausstattungskonzept, das den Fokus ganz auf die systemimmanenten Begrenzungen lenkt, denen die Figuren ausgesetzt sind. Philipp Henry Brehl begeistert als jugendlicher Carl Joseph von Trotta in einem exzellent besetzten Ensemble.