Schauspiel

Das goldene Vlies

Premiere am 05.10.2018

Großes Haus

Schauspiel in drei Teilen von Franz Grillparzer

REGIE Elisabeth Gabriel
BÜHNE & KOSTÜME Vinzenz Gertler

Matinee am 30.09.2018

Inhalt

Auf der Insel Kolchis trifft der Krieger Phryxus ein, dem im Traum aufgetragen wurde, das Goldene Vlies – das Fell eines goldenen Widders, der fliegen und sprechen konnte – zum dortigen Tempel zu bringen. Aietes, König von Kolchis, und seine Tochter Medea empfangen ihn. Doch Aietes betrachtet den Fremden trotz dessen friedvollem Auftreten nicht als Gast, sondern als Feind und tötet ihn. Sterbend verflucht Phryxus ihn und seine Kinder.

Die Griechen, an ihrer Spitze Jason, fallen auf der Insel ein, um den Tod des Phryxus zu rächen. Mit Hilfe Medeas, die Aietes’ Tat verabscheut, erobern sie das Goldene Vlies und bringen es zurück nach Korinth. Ihnen folgt Medea, die sich in Jason verliebt hat.

Jahre später. Jason und Medea haben inzwischen zwei Söhne. Doch die einst Verliebten haben sich einander entfremdet, und in Korinth ist Medea stets eine Außenseiterin geblieben. Während sie sich immer mehr an Jason klammert, kommt ihm seine Jugendliebe Kreusa in den Sinn, die Tochter Kreons, des Königs von Korinth. Als Medea verbannt werden soll und ohne ihre Kinder das Land verlassen soll, stimmt Jason dem Plan zu und denkt dabei nicht an die Rachegewalt Medeas. Am Ende bleibt Medea nur das Goldene Vlies – und mit ihm die Frage, welches Los ihr weiterhin bestimmt ist.

Franz Grillparzer hat mit seiner Neuinterpretation des klassischen Mythos rund um das Goldene Vlies ein zeitloses Werk geschaffen. Oft wird von den drei Teilen – Der Gastfreund, Die Argonauten und Medea – nur der dritte als Einzelwerk auf die Bühne gebracht. Zum ersten Mal ist nun am TLT das gesamte Stück in einer Fassung für einen Abend zu erleben.

 

Jason:
Das Leben war, die Welt war aufgegeben,
und nichts war da, als jenes helle Vlies.